Perfekte Alu-Oberflächen im Blick
Wodurch entstehen die Faszination am Auto und der Spaß am Fahren? Natürlich spielen Beschleunigung, Laufruhe und selbst das Motorengeräusch eine Rolle. Mindestens ebenso wichtig für das richtige Fahrgefühl ist aber auch eine ansprechende Gestaltung des Innenraums. Bei Faurecia Angell-Demmel entstehen Bauteile, die für den Look im Inneren des Autos entscheidend sind: Das Zulieferunternehmen ist ein Marktführer für hochwertige Komponenten mit Echtmetalloberflächen – vom einzelnen Schalter bis zur kompletten Konsole.

- Teamwork für eine optimale Composites-Produktionslösung (v.l.): Andreas Winkler vom LMT-Vertrieb Süddeutschland, Sebastian Weber, Prozessoptimierung Fräsen bei Faurecia und Heiko Simonis, Anwendungstechniker im Segment Composites & Plastics Machining.
Dass es für den Erfolg bei der spanenden Bearbeitung eines solchen Bauteils nicht alleine auf den Einsatz des „richtigen“ Werkzeugs ankommt, zeigt ein Projekt am Standort Kennelbach am Bodensee: Wirtschaftliche Produktionsprozesse und eine hohe Bauteilqualität konnten durch eine aktive Zusammenarbeit mit den Anwendungsspezialisten von LMT Tool Systems erreicht werden.
Enormes Plus bei der Standzeit
Die am Standort Kennelbach hergestellten Aluminium-Dekorblenden für Instrumententafeln entstehen in einem anspruchsvollen Fertigungsprozess. Ihr Werkstoff ist eine echte Herausforderung für die spanende Bearbeitung: Unter der Aluminiumoberfläche befindet sich ein glasfaserverstärkter Thermoplast auf Basis eines Copolyamids. Beide Werkstoffschichten müssen gleichzeitig auf der Werkzeugmaschine bearbeitet werden. „Für die perfekte Lösung sorgt ein beschichtetes Sonderwerkzeug mit Linksdrall von LMT Belin“, erklärt Heiko Simonis, Anwendungstechniker von LMT Tool Systems. „Das Werkzeug wurde auf die spezifischen Bedürfnisse des Sandwichmaterials hin entwickelt und garantiert bei der Instrumententafel perfekte Oberflächen und Kanten ohne Gratentwicklung.“
Aber der qualitative Aspekt war nur ein Teil der Aufgabe. Die hohen Qualitätsanforderungen müssen über eine möglichst lange Standzeit mit hoher Kontinuität gesichert werden. Hier war speziell die Beschichtungskompetenz von LMT Tool Systems gefordert. Hartmetallsubstrat, Beschichtung und Mikrogeometrie des Werkzeugs mussten immer wieder optimiert werden. Schließlich konnte die Standzeit der Sonderwerkzeuge mehr als verdoppelt werden: Ein Werkzeugwechsel bei hochpräzisen Bauteilen ist nun frühestens nach 30 bis 50 Fräsoperationen erforderlich.
Zusammenarbeit entscheidet
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Projekts war die aktive Zusammenarbeit von LMT Tool Systems und Faurecia Angell-Demmel. Vor Ort arbeiteten Anwendungsexperten beider Unternehmen an der idealen Produktionslösung. Schnittwerte, Drehzahlen und selbst die Bearbeitungsrichtung des Fräsers am Bauteil wurden optimiert. „Bei der Aluminium- Composites-Bearbeitung in einer Fräszelle spielen viele Faktoren eine Rolle. So muss zum Beispiel der ideale Winkel gefunden werden, mit dem das Werkzeug in den Werkstoff eintaucht“, erklärt Sebastian Weber, Zerspanungstechniker bei Faurecia Angell-Demmel. „Hier war es entscheidend, dass unser Prozess- und Anlagen- Know-how mit dem Werkzeugwissen der Experten von LMT Tool Systems zusammenfloss. Die Anlage wurde perfekt programmiert und eingestellt. Das Ergebnis sind qualitativ perfekte Bauteile und ein wirtschaftlich optimierter Produktionszyklus.“
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