Aluminium: passende Werkzeuglösungen für unterschiedlichste Anwendungen
Was die Zahl der Einsatzbereiche betrifft, ist Aluminium der Tausendsassa unter den Metallen. Die Frage ist weniger, wo es zum Einsatz kommt – eher schon, wo nicht. Im Automobil- und Flugzeugbau ist es längst als Konstruktionswerkstoff unverzichtbar. Aluminium sorgt hier für geringes Gewicht und hohe Stabilität. In der Elektrotechnik wird der Werkstoff in Antennen oder stromführenden Gussteilen als guter elektrischer Leiter geschätzt. Dass Aluminium beispielsweise auch als Material für die Produktion von Kochtöpfen oder Bügeleisen verwendet wird, deutet auf seine gute Wärmeleitfähigkeit hin. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Seine spanende Werkzeugbearbeitung stellt eine wechselnde Herausforderung dar.
Die Schwierigkeiten bei der spanenden Bearbeitung von Aluminium sind den Werkzeugexperten von LMT Onsrud seit Jahrzehnten vertraut. Das Unternehmen ist unter anderem auf die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung dieses Werkstoffs spezialisiert und kennt die dabei auftretenden unterschiedlichen Bedingungen. „Natürlich geht es wie häufig beim Einsatz von Präzisionswerkzeugen darum, ein hohes Maß an Bearbeitungsqualität sicherzustellen. Gleichzeitig aber sollen schnelle Prozesse für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen. In dieser Kombination ist das gerade bei der Aluminiumbearbeitung nicht einfach“, wie Leslie Banduch, Senior Vice President Sales & Marketing von LMT Onsrud, erklärt.

- Optimiert für die Aluminiumbearbeitung: die 63-600-Serie von LMT Onsrud.
Besserer Spantransport – höhere Ausbringung
Für die Produktion des sogenannten Humvee, ein geländegängiges Fahrzeug der US-Armee, kam ein Unternehmen der amerikanischen Verteidigungsindustrie auf die Experten von LMT Onsrud zu. „Die Bohrungsbearbeitung eines Aluminiumbauteils für den Humvee erfolgte mit Leistungsdaten, die den Kunden nicht zufriedenstellten. Das eingesetzte Werkzeug verfügte über einen mangelhaften Spanabtransport. Die Spindellast am Bearbeitungszentrum war relativ hoch und die Schnittgeschwindigkeit niedrig. Im Endergebnis bedeutete das eine lange Gesamtbearbeitungszeit“, so Rob Cliff von Onsrud. Die gewünschte Leistungssteigerung sicherte der Through-Coolant Rougher von LMT Onsrud – insgesamt erfolgt die Bearbeitung jetzt knapp 40 Prozent schneller. Wie lässt sich das erklären? Cliff: „Das Werkzeug verfügt über einen Hochleistungsspanabtransport. Seine gesamte Geometrie ist daraufhin ausgelegt. Deshalb sank auch die Spindellast um 45 Prozent ab. Gleichzeitig konnten wir die Schnittgeschwindigkeit von 300 Meter pro Minute auf 381 Meter steigern.“
Laser- und Werkzeug-Bearbeitung im Vergleich
Einem interessanten Leistungsvergleich mussten sich Onsrud-Werkzeuge bei einem Kunden aus der Luftfahrtindustrie stellen: Bislang kamen für den Schnitt von flachen Aluminiumplatten Laser zum Einsatz – allerdings mit verhältnismäßig geringer Ausbringung. „Die Produktionsplaner vor Ort entschieden sich deshalb dafür, den Schnitt der Platten zukünftig auf einem CNC-Router auszuführen. Zum Einsatz kommen dabei die Aluminiumtools 63-606, 63-618 und 63-630“, so Tom Cornwell von LMT Onsrud. Tatsächlich führte die Umstellung vom Laser zum Präzisionswerkzeug in dem amerikanischen Unternehmen zu einer enormen Leitungssteigerung: Der Vorschub des Werkzeugs ist in etwa sechsmal so hoch, zugleich ist die Bearbeitungsqualität deutlich besser. Nach dem Schnitt ist zudem keine Nachbearbeitung der Aluminiumplatten mehr nötig. Das war beim Laser zuvor noch der Fall gewesen. „Die Laserbearbeitung war in diesem Einsatzbereich ein regelrechter Flaschenhals für den gesamten Produktionsablauf im Unternehmen. Der ist jetzt beseitigt. Die Wirkung der Umstellung ist so enorm, dass sie auf die gesamte Produktionsmenge des Unternehmens – hier entstehen zum Beispiel Türen und Fenster für Flugzeuge – Einfluss hat“, so Cornwell.
